Ausflug 2013

 

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

Die Seniorennet-Sonne leuchtet uns von einem strahlend blauen Himmel, als wir am

Donnerstag pünktlich um 7.45 Uhr an der AOK unseren Bus besteigen wollen. Es nimmt uns

ein hochwohllöbliches Begrüßungskommitee mit Aushändigung einer Extra-Ausgabe des

SNF-Blattes in Empfang.

 

 

Um 8 Uhr lassen wir pünktlich die Stadt hinter uns. Im bequemen Reisebus rollen wir unserem

ersten Ziel entgegen. Nach etwas über einer Stunde Fahrzeit

(ca. 90 km) erreichen wir die Stadt

 

 

 

Ein kleiner Spaziergang durch ihre Geschichte:

Ihre Lebensader ist der Fluss, der sich seinen Weg mitten durch die Stadt bahnt. Als eine der

ältesten Städte Bayerns hat Neuburg viel erlebt. Aus dem  Beginn der letzten Eiszeit fand man

schon Spuren einer frühen Besiedlung. Zur Römerzeit wurde Neuburg Venaxamodurum

genannt. Seine Blütezeit erlebte Neuburg jedoch als Hauptstadt des Fürstentums Junge Pfalz

(1505 – 1808). Der damalige erste Pfalzgraf, Ottheinrich (1502 – 1559), war der typisch

weltoffene Renaissancemensch.

Er ließ den neuen Geist in Architektur und Kunst, Politik und Wirtschaft auch in seiner Residenz

Einzug halten. 1522 begann Neuburgs glänzendste Zeit. Das Residenzschloss,

Hofkirche, Schlosskapelle und das Jagdschloss Grünau wurden gebaut. Außerdem führte

Ottheinrich den neuen evangelischen Glauben und denBuchdruck in Neuburg an der Donau ein.

Seine Nachfolger bauten die Stadt weiter aus, so dass sie heute als eine der schönsten

Renaissance-Städte Bayerns gilt.

Im Jahr 2005 wurde im Schloss die Staatsgalerie Flämische Barockmalerei eingerichtet. Sie

beherbergt 150 Werke der bedeutendsten flämischen Meister wie z.B. Peter Paul Rubens,

van Dyck, Teniers, Brueghel und vielen anderen.

Neuburgs Obere Altstadt – historisch gewachsen wie die ganze Stadt -  blieb glücklicherweise

auch im 2. Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont, obwohl in Neuburg-Zell schon

ab 1934 der Militärflugplatz bestand. Die Stadt Neuburg hat schon sehr früh mit der

Stadtsanierung im Rahmen der Städtebauförderung begonnen (1971), so dass der Großteil

der historischen Denkmäler erhalten blieb und Neuburg damit eines der schönsten und

monumentalsten Altstadtensembles in Bayern aufweisen kann.

Wer sehr interessiert ist, findet auf der Homepage von Neuburg a.D. ganz ausführlich

Wissenswertes. Außerdem gibt es einen kleinen  Film mit Stadtrundgang, der

Informationen anders vermittelt.

 

Und so haben wir einen Teil der Altstadt erlebt:

 

 

.

 

 

Um nach einem Stadtspaziergang, befeuert durch den herrlichen Sommersonnenschein,

wieder zu Kräften zu kommen, lassen wir uns in der „Blauen Traube“ beim

Karlsplatz zum Mittagessen und für eine kleine Erholungspause nieder.

 

 

Link: Gasthaus zur blauen Traube

Wie uns das Essen geschmeckt hat? Lecker! Da braucht man doch gar nicht zu fragen.

Es ist an den Gesichtern der Esser abzulesen.

 

Danach sitzen wir wieder im Bus Richtung Karlshuld, welches etwas südlich von Neuburg

gelegen ist. Ein kleines Nickerchen tut jetzt gut.

 

Nach nur kurzer Fahrzeit erreichen wir das Donaumoos und seinen Hauptort

mit fast 6 kmLänge: KARLSHULD. 

 

Der Ort wurde 1795 von Generalmajor Karl Freiherr von Eckart als adelige Hofmark begründet.

Denn vor gut 200 Jahren rief der Bayerische Kurfürst Karl-Theodor Kolonisten ins Donaumoos.

In einem groß angelegten Kultivierungsprojekt sollte das 20 000 Hektar große Moor

entwässert und in fruchtbares Ackerland verwandeltwerden. Die Siedler erwartete ein harter

Kampf gegen Nässe und Unfruchtbarkeit. Generation für Generation rangen sie dem Moos ihre

Existenz ab. Erst das um 1900 gegründete Moorversuchsgut in Karlshuld eröffnete der

Landwirtschaft neue Perspektiven. Moorverträgliche Roggensorten und der Saatkartoffelanbau

brachten wirtschaftlichen Aufschwung bis weit nach 1960.

 

Unser eigentliches Ziel jedoch ist das im Ortsteil KLEINHOHENRIED befindliche

 

 

 

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Umweltbildungsstätte mit Ausstellungen, einer

Beherbergung, großem Freigelände und einem weitläufigen Freilichtmuseum, in dem die

Besucher die 200jährige Besiedlungsgeschichte dieses einzigartigen Naturraumes erleben

können. Als Tagungszentrum bietet die technisch gut ausgestattete Bildungsstätte

unterschiedliche Räumlichkeiten und freundlichen Service. Mitten in der Natur des

Donaumooses wird das Studieren und Arbeiten zu einem besonderen Erlebnis.

Auch Schulklassen können die Einrichtung als Schullandheim nutzen.

 

Im Eingangsgebäude befindet sich das „Heimatmuseum" des Kulturhistorischen Vereins

Donaumoos. Auf 150 qm Ausstellungsfläche begegnet man den

„Menschen im Moos".

 

 

Besonders interessant ist für uns das angegliederte FREILICHTMUSEUM.

Es zeigt vier der ältesten, noch erhaltenen Donaumooshäuser, welche ab 1990 auf das

Museumsgelände versetzt wurden.  Es ist angelegt wie früher alle Siedlungen

im Donaumoos: beidseitig der Straße, begleitet von Birken und Entwässerungsgräben.

 

Das „Öxler-Anwesen" zeigt einen der größeren Bauernhöfe aus dem Moos mit Garten,

Brunnen und Nebengebäuden im Originalzustand von 1900. Das Inventar

vermittelt einen Eindruck vom Leben und Arbeiten der Besitzerfamilie vor gut 100 Jahren

und ist noch original. Noch mehr Interessantes fand ich dazu in einem

Faltblatt . Wer mag, kann dort nachlesen.

 

 

Das „Hofstetter-Anwesen" präsentiert sich ebenfalls als kompletter, jedoch kleinerer Hof

im Zustand von 1923. Bemerkenswert sind hier die reichen Farbdekorationen in den

Wohnräumen. Das Haus hat zwei „Haustüren": Der „Austrägler" hauste separat. Auch in

diesem Haus ist die Einrichtung wie damals.

 


Das „Kanalhaus" heißt so, weil es mit weiteren derartigen Kleinhäusern zwischen Kanal und

Straße - also auf dem billigsten Baugrund- der Ortschaft Grillheim stand. Es ist ein

Tagelöhnerhaus aus der Zeit um 1860, in dem eine ganze Familie auf kleinstem Raum wohnte.

Eine kleine Ausstellung darin erinnert an die berühmten Korbmacher aus dem Donaumoos.

 


Der „Rosinger Hof" ist zur Museumsgaststätte ausgebaut. Das Gebäude geht zurück auf ein

Kolonistenhaus von 1796 in der Kolonie Rosing. Insbesondere der

Fachwerkgiebel und die Lehmdecken der Gaststube stammen noch aus jener Zeit.

 

 

Das Wisentprojekt im Donaumoos


Die Wisentherde am HAUS im MOOS wird seit dem Jahr 2003 weiter ausgebaut und ist

mittlerweile die größte im Freistaat Bayern. Heute grasen auf den 20 Hektar über 20 Wisente.

Zahlreiche Kälbchen sind bereits im Donaumoos geboren. Von einer Aussichtsplattform haben

wir einen weiten Ausblick auf die eindrucksvolle Weidelandschaft mit den Exmoor-Ponys

und der Wisentherde. Sie sollen der Pflege und Erhaltung der Landschaft dienen.

 

 

Nach den vielen bunten Eindrücken über das einfache Leben der Menschen im Moos, welches

sie noch  bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts lebten, sitzen wir wieder im Bus

und steuern Eichstätt an. Wer neugierig ist und noch mehr wissen will, klickt sich hier ein.

 

Wir durchqueren rasch diese sehr schöne, altehrwürdige Bischofsstadt, welche für sich allein 

einen Ausflug wert ist. Nur wenige Eindrücke durch die Fenster des Reisebusses bleiben uns,

denn schon nähern wir uns unserem für heute letzten Ziel: dem

 

 

Dieser idyllische Gasthof liegt im Naturpark ALTMÜHLTAL. Hier finden gerade die

ALTMÜHLTALER LAMM-ERLEBNISTAGE statt.

Wir lassen uns nicht lange bitten und wandern durch die Gassen mit den vielen bunten Buden:

ein kleiner Markt für alle möglichen Produkte rund um das Lamm.

Allerlei Köstlichkeiten aus gutem Lammfleisch werden in einigen Buden als leckerer Imbiss

angeboten. Natürlich gibt es auch Kinderbelustigungen, ein Bierzelt und zünftige Musik

von Hand gemacht. Verschiedene andere Buden locken mit vielerlei Dingen des täglichen

Lebens, welche man braucht … oder auch nicht!

 

 

Hier werden wir es uns zum Abendessen gemütlich machen bei Lammspezialitäten oder

fränkischer Küche.

Ehe wir den Platz verlassen, entdecken wir noch ein kindliches Vergnügen, an welchem wir nicht

vorbeigehen können, ohne einigeBilder mit nach Hause zu nehmen.

 

 

Dann ist es soweit und unser schöner Ausflug geht seinem Ende entgegen. Voller bunter

Eindrücke, mit gutem Essen und Trinken zufrieden gestellt, rollen wir

unserer Heimatstadt Fürth entgegen.

 

Ein herzliches Dankeschön allen, die uns diesen an Erlebnissen reichen Tag ermöglicht haben:

Greta, unserer Vereinsvorsitzenden, welche auch dieses Jahr wieder

einen Ausflug angeregt hat, Herbert für die Auswahl der Sehenswürdigkeiten, Arno für die

Zeitung, Franz für die finanzielle Abwicklung und last but not least

unserem Busfahrer für das verantwortungsbewusste Fahren und seine Erklärungen

entlang der Strecke.

 

 

Ein ebenso herzliches DANKE auch denen, die noch Fotos beigesteuert haben:Carola, Renate

Sprafke und Klaus Rodewald, unserem eifrigen Bildreporter.

 

Den stillen Genießern des Berichtes hat es hoffentlich Spaß gemacht und ich freue mich über

einen kleinen Kommentar im Gästebuch oder in einer 

persönlichen Email an mich.

©HeiO 13-09-2013                                                                                                        Zurück zur Startseite